duras trilogy: reviews

Tanz Affiche

Duras’ literarisches Werk schwingt in der Musik, im Tanz und in den Beziehungen der Tänzer mit. Textpassagen werden sehr sparsam und effektvoll eingesetzt, niemals als Erklärung. Saskia Hölblings Auseinandersetzung mit dem Werk der großen französischen Literatin ist profund, respektvoll, als gäbe es hier eine Seelenverwandschaft, die sich äußern muß. Genauso wie Duras ihre Sprache präzise formuliert, choreographiert Hölbling mit Liebe zum Detail.

In vielen Szenen klingt das Cinéma français der sechziger und siebziger Jahre an, entsteht eine Athmosphäre undefinierter und doppelbödiger Emotionen und Beziehungen. Die Tänzer Heide Kinzelhofer, Max Steiner, Andrea Stotter und David Subal leben sich in diese Stimmungen mit entwaffnender Offenheit ein. Ein Spiel von Leid und Leidenschaften, dessen Intensität den Zuschauer ins Geschehen zieht. Und das, obwohl Hölbling auch insofern Duras-treu bleibt, als sie die kühle Distanz der Akteure beibehält. Denn mit dem Widerspruch, den diese Gefühlswelten aufwerfen, geht die junge Choreografin souverän um: sie psychologisiert nicht, läßt die Charaktere ihrer Stücke aber als Einheit bestehen. Dadurch sind Emotionen in jedem Moment präsent, aber nicht erklärbar. „Glücklich, das ist seltsam“ – Saskia Hölbling hat mit ihrem Tanz die Bedeutung dieses Satzes sicht- und spürbar gemacht.

Edith M. Wolf Perez


Wiener Zeitung

Die junge österreichische Choreographin Saskia Hölbling arbeitet bei ihrer Inszenierung mit artverwandten Mitteln wie Duras, wenn auch auf einer anderen Ebene. Die klare Diktion, das Minimum an Worten, denen die französische Schriftstellerin ein Maximum an Leben einzuflößen versteht, erfährt in Hölblings Tanzsprache eine ähnliche Ausdruckskraft.

Christine Dobretsberger

 


Austria Today


Der 27-jährigen Choreografin Saskia Hölbling gelang es, die für den unverwechselbaren Stil der Duras typische Spannung erfolgreich in ihr Stück zu transponieren.
   
AS


Kurier

Mit viel Gespür für eine wirkungsvolle musik- und tanztheatralische Regie. Mit viel Sinn für Zeitmaß und Atmosphäre.

Andrea Amort