combattimento + a-ronne: reviews

Der Standard

Berios vieldeutiger Wort-Musik-Kosmos wird hier zu einer Polyphonie der skurrilen Momente transformiert. Auf zwei Tischen sitzen einander die Figuren gegenüber, von drei Tänzern gleichsam verziert. Jeder ist hier fein gezeichnet, erlangt etwas Archetypisches. Man schmunzelt über die eitlen Posen, kleinen Missgeschicke, die allesamt Entlarvungen auf Sympathiebasis darstellen.

Ljubisa Tosic


Salzburger Nachrichten

„A-Ronne“ spielt mit zusammenhanglos dahergesungenen Worten und dem, was man an musikalischem Ausdruck daraus schlagen kann. Dada-Sprachartistik, die sich zu Musik fügt. Hier ließ Hölbling die Zügel schießen und erfand ein herrlich groteskes Bewegungstheater. Gestalten in den aufs künstlichste herbeigewundenen Verrenkungen klappen einfach zusammen, als habe man den Stöpsel gezogen. Affekt, Aufplustern, Imponiergehabe: wie das Berio-Gestammel ein hohles Getue. So kess inszeniert, wird aus dem Moderne-Oldie ein wunderbar erfrischender Kontrapunkt zur Selbstgefälligkeit hochpreisiger Kulturrepräsentation; unbedingt sehenswert!

Laszlo Molnar