Through Touches: summary

Saskia Hölbling setzt sich in ihrem neuen Stück „Through Touches“ mit der Kraft der Berührung auseinander. Die Berührungen finden anfangs subversiv statt, dann nach und nach ausufernd - ohne jegliche Zweckmäßigkeit, ohne Vorbehalte, absichtslos, aber nach mehr drängend.

Auf einer leeren weißen Fläche treffen vier Menschen aufeinander. Nichts stellt sich ihnen entgegen, einer leeren Seite gleich. In Ermangelung an Dingen oder anderer Ablenkungen beginnen sie sich zu zeigen, sich miteinander zu beschäftigen und sich aufeinander einzulassen.

Tanz der Berührung
In einem fragilen Tanz der Berührungen schaffen sie sich einen intimen Raum, der ihre Körper durchlässig werden lässt und ihnen erlaubt, sich die Impulse des anderen zu eigenen zu machen und umgekehrt. Einander zu lesen.

Sein im anderen
Vorsichtig bis hastig wird aneinander probiert, Körper zu Körper, Körper an Körper - zart und fordernd, unbeholfen und hingebungsvoll, Füße auf Bauch, Gesicht in Achselhöhle, Arm um Knie.
Die Körper tauchen ineinander, als berge die Haut das Geheimnis des Zugangs zum anderen. Als öffnete sich damit das Tor zu einer nie dagewesenen Form der Begegnungsmöglichkeit.

Sich wieder einlassen
"Berührungen oder Begegnungen mit Menschen kann man weder anklicken noch wegwischen, sie sind individuell völlig unterschiedlich und damit ganz besonders.
Aber es braucht Zeit, sich auf den anderen einzulassen, ein Innehalten und Zuhören. In den Proben haben wir uns diese Zeit gegeben und es war unglaublich schön zu sehen, wie unorthodox, skurril und absurd manche Reaktionen auf den anderen ausfallen, aber nie gab es ein zu viel, oder zu befremdlich, oder zu peinlich, und das hängt ursprünglich mit dem „einlassen auf den anderen“ zusammen. Welch omnipräsente Utopie in globalen Zeiten“, so Hölbling über den Zugang zu ihrer aktuellen Arbeit.


Regie, Choreografie: Saskia Hölbling, Tanz, Performance: Anna Hein, Ardan Hussain, Saskia Hölbling, Leonie Wahl, Musik: Heinz Ditsch, Licht: Reto Schubiger, Produktion, Management: Simon Hajós

Eine DANS.KIAS Produktion
Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien, des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, der Kultur- und Wissenschaftskommission am Alsergrund.
In Kooperation mit dem WUK performing arts.