assemblage humain

In ihrer  Arbeit „Assemblage humain“ zeigt die Choreografin Saskia Hölbling Collagen des Menschlichen, die, nicht bruchhaft gesetzt sind, sondern fließend angeordnet und Zeit für Berührungsräume geben. Zeitgenössisch cool, aber ohne Angst vor Expressivität. So werden zwei Welten nebeneinander gestellt.

Dystopisch, existentiell die erste. In einem archaischen Umfeld aus Filz, Holz, Leder und Leinen treffen Performerin und eine lebensgroße menschliche Figur aufeinander und entwerfen gemeinsam mit den Objekten Decke, Sessel, Besen, Stock und Jacke Assemblagen der elementaren menschlichen Beziehungen: zu Diesseits und Jenseits, Leben und Tod, Krieg und Trauer, Liebe und Zärtlichkeit, Ekstase, Tätigkeitsritualen und Absurditäten - ein Guernica wo Pferd und Stier, wo Tod und Mädchen immer wieder miteinander zu tun haben.

Das Stück bricht, die zweite Welt stülpt sich auf die Überreste der ersten. Ebenso dystopisch, aber exponierter, greller. Ein Akt des Ausweidens eröffnet, bunte Plastikplanen und Kunststoffe kommen zum Vorschein, ein Haufen Trash. Die Assemblagen hier sind künstlicher, schriller, poppiger:
Den Plasitkhäuten entstiegen, beginnt ein Defilee der Fundstücke und steigert sich in einen orgiastischen Tanz der Materialien, die den Körper schließlich verschwinden lassen.

> Trailer

Choreografie, Tanz:
Saskia Hölbling
Assistenz Choreografie: Rotraud Kern
Musik: Wolfgang Mitterer
Assistenz Musik: Moritz Cizek
Ausstattung: Gudrun Lenk-Wane
Licht: Gerald Pappenberger
Management: Simon Hajós